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Das 1. Quartal 2020 - Marktrückblick

CAPITOL Quarterly Market Review 01.01.2020 bis 31.03.2020


Wie haben sich im zurückliegenden 1. Quartal 2020 die internationalen Kapitalmärkte entwickelt? Mit nachfolgenden Übersichten können Sie sich einen schnellen Überblick über die vergangene Kapitalmarktentwicklung verschaffen.


Dabei nehmen wir sowohl eine kurzfristige wie auch eine langfristige Perspektive ein.



Das 1. Quartal 2020 als ausführlicher Video-Beitrag: > zum Video

Marktüberblick


Der Jahresauftakt an den Börsen ließ auf eine Fortsetzung des positiven Verlaufs aus 2019 hoffen, denn die Aktienmärkte freuten sich über eine weitere Lockerung der chinesischen Geldpolitik. Dann aber führte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zunächst zu einem sprunghaften Anstieg des Ölpreises und einer Belastung der Aktienmärkte. Erst als erkennbar wurde, dass der Konflikt nicht zu einem Flächenbrand führen würde, setzten die Aktienmärkte ihren Aufwärtsverlauf zunächst fort.


In der letzten Januarwoche erschütterte dann der Ausbruch der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Epidemie die Börsen in China. In der letzten Februarwoche wurde dann zunehmend deutlich, dass aus einer räumlich auf einige Regionen in Asien begrenzten Epidemie eine weltweite Pandemie wird. Im März traf die Corona-Pandemie nicht nur Europa, sondern auch die schlecht vorbereiteten USA mit großer Wucht. Aus Sorgen um die Wirtschaft wurden Unternehmensanleihen und Aktien panikartig verkauft. Für die Weltwirtschaft stellt die Corona-Pandemie die schwerste Belastung seit dem Zweiten Weltkrieg dar.


Jedes gut strukturierte Wertpapierportfolio setzt sich im Wesentlichen aus den beiden Hauptanlageklassen Aktien und Anleihen zusammen; wobei Aktien langfristig höhere Erträge bzw. Renditen versprechen als Anleihen. Je nach Gewichtung dieser Anlageklassen im Gesamtdepot eines Anlegers wird letztlich dessen Gesamtrendite bzw. das mit dem Portfolio verbundene Risiko im Zeitablauf bestimmt.


Nachstehende Abbildung 1 zeigt, welchen Beitrag die aufgeführten Anlageklassen im vergangenen Quartal zur Portfoliorendite geleistet haben.


Deutsche Aktien und Anleihen sind hier explizit mit aufgenommen, da viele Anleger ein besonderes Interesse an Informationen zur Wertentwicklung ihres Heimatmarktes Deutschland zeigen.


Abbildung (1): Aktien-/Anleihen-Indexrenditen IMI, 1. Quartal 2020 (netto Div., Euro) Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen


Während Aktien der entwickelten Märkte (23 Länder, siehe auch Abbildung 2) den Berichtszeitraum mit durchschnittlich minus 20,38% abschlossen, verzeichneten Aktien der Schwellenmärkte (26 Länder, siehe auch Abbildung 3) mit durchschnittlich minus 22,66% ein schlechteres Quartalsergebnis. Deutsche Aktien mussten ein Minus von 25,31% hinnehmen.

Die Entwicklung deutscher Staatsanleihen sowie globaler Staatsanleihen (ohne Schwellenländer) war im vierten Quartal - mit plus 0,20% sowie plus 1,69% positiv. Globale Unternehmensanleihen erreichten mit minus 2,15% dagegen ein deutlich schlechteres Ergebnis. Im Gegensatz zum Vorquartal schnitten Unternehmensanleihen damit schlechter ab als Staatsanleihen


Die entwickelten Märkte im Einzelnen


Abbildung (2): Aktien-Indexrenditen entwickelte Märkte IMI, Ergebnisse 1. Quartal 2020 versus 4. Quartal 2019. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen


Im 1. Quartal 2020 verzeichneten der Aktienmarkt Dänemark mit minus 7,50%, gefolgt vom Aktienmarkt der Schweiz mit minus 10,1% und Japan mit minus 10,0%, die geringsten Verluste.


Die höchsten Verluste verzeichnete im abgelaufenen Quartal die Aktienmärkte Österreich, Norwegen und Australien. Insgesamt konnte kein Land eine positive Wertentwicklung erreichen.

Durchschnittlich und unter Berücksichtigung der jeweiligen Anteile der Einzelländer am Gesamtvolumen (Marktkapitalisierung) erzielten die entwickelten Märkte ein Quartalsergebnis von minus 20,38% (siehe auch Abbildung 1).

Die Schwellenmärkte im Einzelnen


Abbildung (3): Aktien-Indexrenditen Schwellenmärkte IMI, Ergebnisse 1. Quartal 2020 versus 4. Quartal 2019. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen

Im 1. Quartal 2020 verzeichneten die Schwellenmärkte insgesamt ein negatives Gesamtergebnis.


Kolumbien, Brasilien und Argentinien mussten dabei die stärksten Kursverluste hinnehmen. Wenn auch negativ schnitten die Aktienmärkte China mit minus 8,20%, Qatar mit minus 15,90% und Taiwan mit minus 17,70% noch am besten ab.

Durchschnittlich und unter Berücksichtigung der jeweiligen Anteile der Einzelländer am Gesamtvolumen (Markkapitalisierung) erzielten die Schwellenmärkte ein negatives Quartalsergebnis von minus 22,66% (siehe auch Abbildung 1).


Entwickelte Märkte und Schwellenmärkte


In einem einzelnen Quartal oder einzelnen Jahr kann der Unterschied zwischen der Rendite des Landes mit der höchsten Wertentwicklung und der Rendite des Landes mit der niedrigsten Wertentwicklung drastisch sein.

Beide Grafiken „Aktien-Indexrenditen Entwickelte Märkte (Abb. 2)“ und „Aktien-Indexrenditen Schwellenmärkte (Abb. 3)“ verdeutlichen, wie wichtig eine breite, kontinuierliche Länderdiversifikation ist und mit welchen Risiken eine selektive, konzentrierte Länderauswahl verbunden sein kann.


Die Grafiken zeigen zudem, inwiefern die einzelnen Länder zum Quartalsgesamtergebnis (positiv oder negativ) beigetragen haben.

Die Grafiken zeigen jedoch nicht nur die Entwicklung der einzelnen Märkte bzw. Länder sowie die Renditeunterschiede zwischen den einzelnen Ländern auf, sondern auch die Zufälligkeit der jeweiligen Renditen. So lässt sich aus dem Vergleich „aktuelles Quartal versus Vorquartal“ keinerlei Entwicklungsmuster erkennen. Wie auch schon aus den zahlreichen anderen Quartalsvergleichen der letzten Jahre zeigt sich: Spitzenreiter, Verlierer und Zwischenpositionen wechseln ständig und unvorhersehbar.

Dieser Beweis für die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen ist jedoch keine schlechte Nachricht. Ein global diversifizierter Ansatz kann im Laufe der Zeit verlässlichere Ergebnisse mit geringerem Risiko erzielen als fokussierte Anlagen in einzelne Länder. Dies kann Anleger dabei unterstützen, ihre langfristigen Ziele durch alle Arten von Märkten hindurch zu verfolgen.

Anstatt zu versuchen, vorherzusagen, welches Land (Markt) wann eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen wird, sind Anleger, die sich für ein gut strukturiertes, global diversifiziertes Portfolio entschieden haben, besser positioniert, um die Wertentwicklung der globalen Aktienmärkte zu erfassen, unabhängig davon, wo und wann diese auftritt. Dieser Grundsatz wird von uns bei der Gestaltung und Umsetzung von Wertpapierportfolios fortlaufend berücksichtigt.

Anleger mit einem CAPITOL Investmentplan sind Sie entsprechend über Tausende unterschiedliche Wertpapiere in allen dargestellten Ländern nach festgelegten Kriterien vertreten und können so von den positiven Effekten einer umfassenden internationalen Diversifikation profitieren.



Renditefaktoren (Renditequellen)

Bei der Betrachtung der internationalen Kapitalmärkte sind nicht nur länderbezogene Aspekte von Bedeutung. Vielmehr spielen auch Aspekte wie Unternehmensgröße (Groß-Unternehmen versus Klein-Unternehmen) und Unternehmenswert (Growth versus Value) eine wichtige Rolle, um einen Eindruck davon zu gewinnen, woraus sich die Rendite des Aktienmarktes im Wesentlichen ergibt (Faktoren, Renditequellen).


Abbildung (4): Faktorbezogene Aktien-/Anleihen-Indexrenditen, Ergebnisse 1. Quartal 2020 versus 4. Quartal 2019. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen Erläuterungen


Im 1. Quartal 2020 verzeichneten die Wachstumsunternehmen der Entwickelten Märkte mit minus 13,25% sowie die der Schwellenmärkte mit minus 17,48% die geringste negative Entwicklung. Die höchsten Verluste zeigten Klein-Unternehmen sowohl der Entwickelten Märkte mit minus 29,79% als auch der Schwellenmärkte mit minus 28,45%. Value-Unternehmen der Schwellenmärkte verzeichneten mit durchschnittlich minus 26,35% ebenfalls hohe Verluste.

Staatsanleihen Deutschland und Staatsanleihen global verzeichneten im vergangenen Quartal mit plus 0,20% und plus 1,69% gegenüber den Aktienmärkten eine positive Wertentwicklung. Unternehmensanleihen konnten dagegen kein positives Quartalsergebnis verzeichnen und schlossen das vergangene Quartal mit minus 2,15% ab.


Unabhängig der tatsächlichen Renditedifferenzen zwischen den einzelnen Renditequellen, zeigt die vorstehende Grafik, wie wichtig neben einer breiten Länderdiversifikation auch eine umfassende Streuung über Groß- und Klein-Unternehmen sowie über Growth- und Value-Unternehmen ist.


Solche Faktoren bzw. Renditequellen und deren Gewichtung innerhalb eines Portfolios können wesentlich dessen Gesamtrendite bestimmen.


Anleger mit einem CAPITOL Investmentplan sind entsprechend an allen genannten Faktoren (Renditequellen) beteiligt. Damit kann langfristig nicht nur der Diversifikationsgrad der Depotanlagen verbessert werden, sondern es besteht zudem die Möglichkeit, dass das langfristige Renditepotenzial ohne Spekulation verbessert wird.


Die Entwicklung des Globalen Aktienmarktes


Abbildung (5): Das 1. Quartal 2020 im Kontext der letzten 12 Monate - die kurzfristige Perspektive -. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen

Insgesamt betrachtet konnte der globale Aktienmarkt (Entwickelte Märkte, Schwellenmärkte) im 1. Quartal 2020 mit minus 20,65% nicht an das positive Ergebnis aus dem Vorquartal anknüpfen.


In der Spitze gerechnet von Höchstpunkt zu Tiefstpunkt (19.02. bis 23.03.2020) beliefen sich die zwischenzeitlichen Kursverluste auf insgesamt 34,21%. Im langfristigen Kontext der vergangenen Quartalsergebnisse seit 1999 erhöht sich mit dem 1. Quartal 2020 die Summe der insgesamt negativen Quartale von 30 auf 31 (siehe nachstehende Abbildung 6).

Abbildung (6): Die Quartalsergebnisse des globalen Aktienmarktes seit 1. Januar 1999. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen


Die meisten Anleger mit einem CAPITOL Investmentplan wählen die Finanzmärkte als ihre wichtigste Anlageoption - und erfreulicherweise belohnen Finanzmärkte langfristig orientierte Anleger. Denn die Märkte repräsentieren eine Form der freien Marktwirtschaft - und in der Vergangenheit lieferten freie Märkte langfristige Renditen, welche die Inflation mehr als ausglichen.


Dies wird in der nachfolgenden Abbildung 7 veranschaulicht, in der die Wertentwicklung des globalen Aktienmarktes und kurzfristiger deutscher Geldmarktanlagen (3-Monatsgelder) sowie die Inflationsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1975 bis zum Ende des vergangen 1. Quartals 2020 dargestellt wird.

Abbildung (7): Das 1. Quartal 2020 im Kontext der letzten 44 Jahre - die langfristige Perspektive -. Erläuterungen, Risikohinweise und Aktualisierungen siehe Erläuterungen


Diese Daten spiegeln die positive Wirkung von Aktien bei der langfristigen Generierung effektiven Vermögens wider. Der Geldmarktsatz übertraf die Inflation nur geringfügig, während Aktienrenditen die Inflation weit übertroffen und eine erheblich bessere Wertentwicklung als Anleihen verzeichnet haben.

Anleger sollten stets daran denken, dass die Finanzmärkte Risiken und Unsicherheiten in sich bergen und dass sich historische Ergebnisse in der Zukunft möglicherweise nicht wiederholen. Nichtsdestotrotz gestaltet der Kapitalmarkt laufend Wertpapierpreise, welche die zukünftigen positiven Renditeerwartungen reflektieren, denn sonst würden Anleger ihr Kapital nicht anlegen.


Haben Sie Fragen zu dieser Ausarbeitung? Sie möchten ebenfalls einen Investmentplan für Ihr Vermögen entwickeln? Sprechen Sie uns gerne an.

Risikohinweise


Jede Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Kapitalanlage kann fallen oder steigen und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Weder vergangene Wertentwicklungen noch Simulationen oder Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Es gibt keine Garantie dafür, das Anlagestrategien funktionieren. Bitte beachten Sie hierzu ergänzend unsere allgemeinen Risikohinweise.

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