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Chancen und Risiken der Vermögensanlage in Investmentfonds

 

Chancen und Risiken bzw. Rendite und Risiko bei Finanzinstrumenten sind zwei Größen, die in einem sehr engen Verhältnis zueinander stehen. In der Regel kann eine höhere Rendite nur mit einem erhöhten Risiko (Wertschwankungen) erreicht werden. Renditestarke Finanzinstrumente (Wertpapiere/Vermögenswerte) sind in der Regel mit einem höheren Risiko verbunden.

Je nach Wertentwicklung der Wertpapiere bzw. der Vermögenswerte im Fondsvermögen eines Investmentfonds kann der Fondsanteilswert und damit der hier investierte Anlagebetrag steigen oder fallen. Die dafür verantwortlichen (Risiko-)Einflussfaktoren können sich je nach Anlageschwerpunkt und Management unterschiedlich stark auf die Fondsanteilspreisentwicklung auswirken. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust (Totalverlustrisiko) des angelegten Betrages zzgl. etwaig gezahlter Kosten und Steuern kommen.

 

Zu den wichtigsten (Risiko-)Einflussfaktoren - die im Folgenden kurz näher beschrieben werden - gehören die Konjunktur- und Inflationsentwicklung, die gesellschaftliche, rechtliche und politische Entwicklung eines/einer Landes/Region, die Währungsentwicklung, das Liquiditätsrisiko, die Marktpsychologie, die Risiken kreditfinanzierter Wertpapierkäufe, Bonitäts- und Insolvenzrisiken sowie Zinsrisiken, das Kostenrisiko und die Entwicklung der Steuern im jeweiligen Land/Sektor. Daneben bestehen weitere Risiken bezogen auf das Fondsmanagement, das Risiko allgemeiner rückläufiger Fondsanteilspreise, das Risiko der Fondsaussetzung, Fondsverschmelzung und Fondsliquidation sowie Transkations- und Verwahrrisiken.

 

Allgemeine Risiken

Konjunkturrisiko: Volkswirtschaften entwickeln sich nicht gleichmäßig, sondern unterliegen zyklischen Schwankungen mit Phasen des Aufschwungs und des Abschwungs, Hochphasen und Tiefphasen. Diese Zyklen können mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte andauern und haben Einfluss auf die Wertentwicklung von Kapitalanlagen. In Phasen des Abschwungs kann der Wert der Kapitalanlage negativ beeinflusst werden. Berücksichtigt der Anleger die Konjunkturentwicklung nicht oder nicht zutreffend und tätigt oder hält dadurch eine Kapitalanlage zu einem ungünstigen Zeitpunkt, besteht die Gefahr von Kursverlusten.

 

Inflationsrisiko: Unter dem Inflationsrisiko versteht man die Gefahr, dass eine Geldentwertung zur Verringerung von realen Vermögenswerten und Erträgen führt. Wenn die Inflation größer ist als die Rendite einer Anlage, führt dies im Ergebnis zu einem Kaufkraftverlust. Man spricht in diesem Fall von einer negativen Realverzinsung, die einen Verlust im realen Einkommen bedeutet.

 

Länder-, Transfer-, Zahlungsverkehrsrisiko: Ist der Schuldner im Ausland ansässig, kann es trotz seiner Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft zu Verzögerung oder Ausfall von Zahlungen kommen, wenn der ausländische Staat Einfluss auf den Kapitalverkehr oder die Transferfähigkeit seiner Währung nimmt. Hintergrund können etwa wirtschaftliche oder politische Instabilität sein. Dieses Länder- oder Transferrisiko kann zu einem Vermögensnachteil für den Anleger führen.

 

Währungsrisiko: Bei Anlagen in einer ausländischen Währung kann der reale Ertrag der Anlage von dem nominalen Ertrag der Anlage abweichen. Wenn sich die Wechselkurse ungünstig entwickeln, kann es allein durch diese Änderung des Wechselkurses zu einem finanziellen Nachteil für den Anleger kommen. Wenn die ausländische Währung gegenüber der Währung des Anlegers an Wert verliert, kann es bei Rückzahlung aufgrund des Wechselkurses zu einem Wertverlust kommen.

 

Liquiditätsrisiko: Der Marktwert von Kapitalanlagen ist Schwankungen unterworfen. Zwischen dem Auftrag zum Kauf/Verkauf einer Anlage und seiner Durchführung kann ein gewisser Zeitraum verstreichen. Dieser Zeitraum hängt davon ab, wie liquide der Markt ist. Für liquide Anlagen gibt es in der Regel eine ausreichende Anzahl an Käufern und Verkäufern, um einen kontinuierlichen und reibungslosen Handel zu gewährleisten. Bei illiquiden Anlagen oder auch in Marktphasen, in denen unzureichende Liquidität besteht, ist hingegen nicht gewährleistet, dass ein Verkauf einer Anlage kurzfristig und zu geringen Kursabschlägen möglich ist. Dies kann zu Vermögensverlusten führen, wenn zum Beispiel eine Anlage nur mit Kursverlusten veräußert werden kann.

 

Risiko bei kreditfinanzierten Wertpapierkäufen: Werden Kapitalanlagen durch Kreditaufnahme finanziert oder werden durch Beleihung der Wertpapiere zusätzliche Kredite für die Geldanlage aufgenommen, führt dies zu einer Hebelwirkung des eingesetzten Kapitals. Dadurch kann das Risiko für den Anleger deutlich steigen. Wenn der Wert der Kapitalanlage sinkt, muss der Kredit u.U. mit zusätzlichen Mitteln zurückgeführt werden und der Anleger ist zum Verkauf der Kapitalanlagen gezwungen. Bei beliehenen Kapitalanlagen kann es bei fallendem Wert der Kapitalanlage dazu kommen, dass der Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten fordert und bei Nichterfüllung den Kreditbetrag zurückfordert.

 

Steuerliche Risiken: Erträge aus Kapitalanlagen unterliegen für den Anleger der Steuerpflicht. Steuern und Abgaben mindern die effektiv erzielte Rendite des Anlegers. Eine Änderung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Kapitalerträge kann den zu einer höheren Steuer- und Abgabenlast führen. Bei Anlagen im Ausland kann es darüber hinaus zu einer Doppelbesteuerung kommen. Die Steuerpolitik kann sich positiv oder negativ auf die Kursentwicklung an den Kapitalmärkten insgesamt auswirken.

 

Kostenrisiko: Kosten haben erheblichen Einfluss auf die Rendite, weil erst die Kosten abgedeckt werden müssen, bevor sich ein Gewinn einstellt. Banken, Finanzdienstleister und Fondsanbieter erheben für ihre Leistungen Verwaltungsgebühren, Provisionen und sonstige Kosten. Neben dem Preis für die Kapitalanlage fallen bei ihrem Kauf und Verkauf verschiedene Kosten, wie Transaktionskosten oder Provisionen, an. Daneben sind auch Folgekosten, wie Depotkosten, zu berücksichtigen. Es ist daher mit großer Sorgfalt auf die Kosten einer Kapitalanlage zu achten.

 

Risiko Psychologie der Marktteilnehmer: Steigende oder fallende Wertpapierpreise(-kurse) (z. B. von Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe usw.) hängen immer von der Einschätzung der Marktteilnehmer ab. Sie werden in ihrer Entscheidung zum Kauf oder Verkauf neben objektiven Faktoren auch von ggf. irrationalen Meinungen und massenpsychologischem Verhalten beeinflusst. Dadurch kann es etwa zu sich verstärkenden Wertpapierpreis(-kurs)bewegungen kommen, die wirtschaftlich nicht begründbar sind aber trotzdem zu stark positiven (Gewinnen) oder negativen (Verlusten) Anlageergebnissen führen.

 

Informationsrisiko: Das so genannte Informationsrisiko steht für die Möglichkeit von Fehlentscheidungen in Bezug auf die Vermögensanlage, die aufgrund fehlender, unvollständiger oder falscher Informationen getroffen werden.

 

Risiken von Anlagen in Anleihen (festverzinslichen Wertpapieren)

 

Bonitäts-/Emittentenrisiko: Verzinsliche Wertpapiere (Anleihen) werden von Emittenten herausgegeben. Wenn die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Emittenten sinkt oder der Emittent zahlungsunfähig wird, kann es zu einem Wertverlust oder einen Ausfall mit Blick auf die Kapitalanlage kommen. Dabei garantiert ein hohes Rating nicht die Kredit- bzw. Zahlungsfähigkeit des Emittenten - Bonitätsratings sind subjektiv.

 

Zinsänderungs-/Kursrisiko: Die Kursentwicklung einer Anleihe steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des Marktzinsniveaus. Die Marktzinsentwicklung ist durch die staatliche Haushaltspolitik, Geldpolitik, die Inflation, die Konjunktur, das ausländische Zinsniveau und Wechselkurserwartungen beeinflusst. Die Auswirkung ist umso stärker, je länger die Restlaufzeit der Anleihe und je niedriger ihre Nominalverzinsung ist. Steigt das Marktzinsniveau, ist der Anleger einem Kursverlust ausgesetzt.

 

Risiken von Anlagen in Immobilien

 

Illiquidität: Investitionen in Immobilien stellen eine relativ illiquide Anlageform dar. Dies liegt in erster Linie an der hohen Individualität. Immobilien unterscheiden sich anhand vieler Faktoren (Lage, Nutzungsfläche, Größe, etc.) stark voneinander. Dies führt dazu, dass der Prozess von Bewertung, Verkauf & Übereignung im Vergleich zu anderen Anlageformen deutlich langwieriger ist. Investitionen in börsengehandelte REITs mindert die Illiquidität.

 

Ertragsrisiko: Der Erwerb von Immobilien ist eine kostspielige Investition, die durch den regelmäßigen Zufluss von Zahlungsströmen (z.B. Miete oder Pacht) langfristig amortisiert wird. Dabei entsteht das Risiko, dass Miet- oder Pachtzahlungen aufgrund einer beschränkten Nutzbarkeit zeitweise ausgesetzt werden oder ganz entfallen und damit die Anfangsinvestitionen nicht weiter amortisiert werden können.

 

Bewertungsrisiko: Aufgrund der hohen Individualität von Immobilien sind für eine Immobilienbewertung viele, unterschiedliche Einflussfaktoren entscheidend. Dies führt dazu, dass sich bei einer Immobilienbewertung viele Unwägbarkeiten ergeben können, die sich nur schwer abschätzen lassen. So kann es sogar vorkommen, dass unterschiedliche Gutachten zu unterschiedlichen Bewertungen führen.

 

Wertverlustrisiko: Ein Risiko, das von vielen Privatanlegern häufig unterschätzt wird. Ebenso wie andere Anlageformen können auch Immobilien an Wert verlieren. Dies kann sowohl individuelle als auch gesamtwirtschaftliche Gründe haben. So hängt der Preis einer Immobilie auch vom Immobilienmarkt als Ganzem ab. Trotz höherer Individualität und geringer Liquidität gibt es auch für Immobilien einen Markt, der in erster Linie das durchschnittliche Preisniveau von Immobilien mitbestimmt. Kommt dieser Markt unter Druck, kann es zu Wertverlusten kommen. Dies ist insbesondere dann ein Risiko, wenn noch ein Immobilienkredit offen ist und auf weitere Preisanstiege spekuliert wurde.

 

Risiken von Anlagen in Aktien

 

Unternehmerisches Risiko/Insolvenzrisiko: Der Käufer einer Aktie ist Eigenkapitalgeber und damit Mitinhaber einer Aktiengesellschaft. Er beteiligt sich an der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Es besteht das unternehmerische Risiko, dass sich die Aktiengesellschaft wirtschaftlich anders entwickelt als erwartet und der Anleger das eingesetzte Kapital nicht zurückerhält. Im äußersten Falle, der Insolvenz des Unternehmens, kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrags kommen.

 

Kursänderungsrisiko: Aktienkurse weisen unvorhersehbare Schwankungen auf. Die Kursentwicklung wird durch die Marktentwicklung und die Ertragslage des Unternehmens beeinflusst. Kurz- und mittelfristig können sich die Einflüsse aktueller Ereignisse sowie der Wirtschafts-, Währungs- und Geldpolitik überlagern.

 

Dividendenrisiko: Bei niedrigen Gewinnen oder Verlusten der Aktiengesellschaft kann die Dividende gekürzt werden oder ganz ausfallen. Dividendenzahlungen in der Vergangenheit stellen keinen zuverlässigen Indikator für Dividendenerträge in der Zukunft dar.

 

Risiken von Anlagen in Rohstoffe

 

Kontrahentenrisiko: Wenn Rohstoffe über Derivate gehandelt werden, entstehen sogenannte Kontrahentenrisiken. Falls der Vertragspartner beispielsweise nicht in der Lage oder unwillig ist seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Derivatevertrag nachzukommen, können für den Anleger Verluste entstehen.

 

Kursrisiko: Sowohl direkte Investitionen als auch indirekte Investitionen über Derivate in Rohstoffe sind Preisrisiken ausgesetzt. Neben volkswirtschaftlichen Faktoren spielen aber auch politische und klimatische Faktoren für Rohstoffpreise eine entscheidende Rolle. Politische Konflikte, wie Kriege und auch Naturkatastrophen können die Verfügbarkeit und somit den Preis einzelner Rohstoffe maßgeblich negativ beeinflussen.

Spezielle Risiken von Anlagen in Investmentfondsanteilen

Risiko sinkender Anteilspreise(-kurse): Das Schwankungsrisiko eines Investmentfonds resultiert aus den Risiken, die den Wertpapieren/Vermögenswerten innewohnen, aus denen sich das jeweilige Investmentfondsvermögen zusammensetzt. Kursrückgänge der im Fonds enthaltenen Wertpapiere/Vermögenswerte spiegeln sich im sinkenden Anteilspreis des Fonds wieder.

 

Risikokonzentration: Je stärker ein Fonds spezialisiert ist, etwa auf bestimmte Wertpapiere, eine Anlageklasse, Region, Branche, Währung oder Risiko-Faktoren, desto stärker ausgeprägt ist das Ertrags- und Risikoprofil. Das bedeutet auf der einen Seite höhere Kurschancen, auf der anderen Seite geht damit ein höheres Verlustrisiko und eine höhere Volatilität einher.

 

Risiko Erfolgslosigkeit: Kein Investmentfonds kann eine Garantie/Zusicherung dafür geben, dass die mit seiner Auflage verbundenen Anlageziele, Anlagevorstellungen sowie Renditeerwartungen für dessen Anleger tatsächlich umgesetzt oder tatsächlich erreicht werden. Es besteht stets die Möglichkeit, dass die verfolgte Anlagestrategie eines Investmentfonds nicht zu den gewünschten, angestrebten Ergebnissen bzw. Resultaten führt.

 

Risiko Fondsmanagement: Bei Investmentfonds trifft der Anleger lediglich die Entscheidung bezüglich der Auswahl des Investmentfonds. Das eigentliche Fondsmanagement obliegt der Kapitalanlagegesellschaft und somit auch die Anlageentscheidungen. Damit besteht für den Anleger das Risiko Verluste aufgrund falscher Anlageentscheidungen des jeweiligen Fondsmanagements zu erleiden.

 

Risiko der eingeschränkten oder ausgesetzten Handelbarkeit: Bei Investitionen eines Investmentfonds in marktenge Wertpapiere, wie beispielsweise Wertpapiere mit relativ niedrigen durchschnittlichen Tagesumsätzen oder in Wertpapiere, für die es keinen (geregelten) Sekundärmarkt gibt, besteht das Risiko, den Kurs ungünstig zu beeinflussen oder das Wertpapier nicht zum gewünschten Zeitpunkt verkaufen (oder kaufen) zu können. Außerdem kann der Wert des Sondervermögens eines Investmentfonds durch konjunktur- und objektbedingte Schwankungen sowie durch übermäßigen Liquiditätsentzug vermindert werden. Die Kapitalanlagegesellschaft kann daher die Rücknahme der Anteile zeitweilig aussetzen, sofern außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen. Dadurch kann die Handelbarkeit des Investmentfonds (Anteile) vorübergehend eingeschränkt (ab wenigen Tagen und Wochen bis mehrere Jahre) sein. Im Falle einer notwendigen Neubewertung oder Auflösung des Investmentfonds besteht zudem die Gefahr von erheblichen Abschlägen auf den Rücknahmepreis bis hin zum Totalverlust des investierten Vermögens.

 

Risiko weltweit investierender Investmentfonds: Bei Investmentfonds, die auch in auf fremde Währung lautende Wertpapiere investieren bzw. in Fremdwährung geführt werden, muss berücksichtigt werden, dass sich neben der normalen Kursentwicklung auch die Währungsentwicklung negativ im Anteilspreis niederschlagen kann und Länderrisiken auftreten können, auch wenn die Wertpapiere, in die der Investmentfonds investiert, an einer deutschen Börse gehandelt werden. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die ausländischen Vermögenspositionen - am Maßstab des Euro betrachtet - an Wert. Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu. Die Währungsentwicklung kann einen Gewinn aufzehren und die erzielte Rendite so stark beeinträchtigen, dass eine Anlage ausschließlich in Euro oder in Vermögenspositionen der Eurozone unter Umständen vorteilhafter gewesen wäre.

 

Kostenrisiko: Bei der Anlage in Fondsanteile können Ausgabeaufschläge und interne Verwaltungs- und Managementkosten anfallen. Dabei ist zu bedenken: Die Höhe von Ausgabeaufschlag und Verwaltungs- und Managementkosten kann variieren. Über eine längere Haltedauer summieren sich laufende Verwaltungs- und Managementkosten auf und mindern das Anlagegesamtergebnis. Bei einer nur kurzen Haltedauer kann zudem der Erwerb eines Investmentfonds mit Ausgabeaufschlag zu einem deutlich geringeren Anlageergebnis führen, als wenn dieser ohne Ausgabeaufschlag erworben worden wäre. Ausgabeaufschlag und Verwaltungskosten fallen bei direktem Erwerb der zugrundeliegenden Wertpapiere nicht oder nicht in gleicher Höhe an.

 

Wertpapierverleihrisiko: Es besteht die Möglichkeit, dass Investmentfonds Teile der investierten Wertpapiere an andere Marktteilnehmer verleihen, um über die Verleihgebühr die Rendite des Investmentfonds zu steigern. Es kann zu Verlusten für Anleger kommen, falls der Entleiher nicht in der Lage ist, die geliehenen Wertpapiere zurückzugeben und die gestellten Sicherheiten nicht ausreichen, um den möglichen Schaden zu decken.

 

Risiko Fehlinterpretation Performance-Statistik: Performance-Statistiken dienen dazu, den Managementerfolg von Investmentfonds zu vergleichen. Sie sind jedoch interpretationsbedürftig und nur bedingt geeignet, den Anlageerfolg für den Anleger wiederzugeben. So wird beispielsweise ein Ausgabeaufschlag oftmals nicht berücksichtigt. Für eine zukunftsbezogene Anlageentscheidung bieten vergangenheitsbezogene Performance-Angaben keine zuverlässige Hilfestellung.

 

Risiko der Übertragung oder Kündigung des Sondervermögens: Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Fonds-Sondervermögen auf ein anderes Fonds-Sondervermögen übertragen werden oder die Kapitalverwaltungsgesellschaft kann die Verwaltung kündigen. In diesem Fall ist die Fortsetzung zu schlechteren Konditionen möglich und es besteht das Risiko, dass dem Anleger Gewinne entgehen.

 

Risiko zu kurzer Haltedauer von Investmentanteilen: Die mit der Anlage in Investmentfonds verbundenen Ziele stellen sich in der Regel nicht kurzfristig ein, sondern nur mittel- bis langfristig und in Abhängigkeit der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte sowie der im Investmentvermögen enthaltenen Wertpapiere/Vermögenswerte. Eine vorzeitigere Rückgabe von Investmentanteilen als ursprünglich vorgesehen, kann zu Vermögensverlusten führen.

 

Risiko veränderter Sachlage gegenüber Investitionszeitpunkt: Eine allgemeine Änderung der Sach-, Markt- und Rechtslage können das Anlageergebnis sowie das Ertrags-Risiko-Profil eines Investmentfonds widererwarten nachhaltig und stark negativ beeinflussen. Eine Prognose hierüber sowie über die zukünftigen Erträge eines Investmentfonds ist grundsätzlich nicht möglich. Die aktuelle wie vergangene Wertentwicklung eines Investmentfonds lässt keine gesicherten Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu.

 

Spezielle Risiken von Anlagen in ETF´s

 

Replikationsrisiko (physische Nachbildung): Es kann zu Abweichungen zwischen dem Wert des zugrundeliegenden Index und des ETFs bzw. Indexfonds kommen. Neben Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Indexzusammensetzung können auch der Zeitpunkt der Dividendenzahlung und die steuerliche Behandlung die Wertentwicklung negativ beeinflussen.

 

Kontrahentenrisiko (synthetische Nachbildung): Bei synthetisch replizierenden ETFs besteht das Risiko, dass der Swapkontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Dies kann zu Verlusten für den Anleger führen.

 

Risiko außerbörslicher Handel: Werden Geschäfte in ETFs oder den zugrundeliegenden Komponenten außerhalb der Handelszeiten durchgeführt, besteht das Risiko einer von dem zugrundeliegenden Index abweichenden Wertentwicklung. Dazu kann es kommen, wenn die ETFs und deren zugrundeliegenden Komponenten an mehreren Börsen mit unterschiedlichen Handelszeiten gehandelt werden.

 

Spezielle Risiken bei Transaktionsaufträgen (Kauf/Verkauf)

 

Preisrisiko: Zwischen dem Zeitpunkt der Auftragserteilung und der tatsächlichen Ausführung über die Kapitalanlagegesellschaft oder über die Börse kann sich der maßgebliche Anteils(Wertpapier-)preis nachteilig verändern. Auch wenn Aufträge grundsätzlich schnell und zuverlässig ausgeführt werden, lassen sich Verzögerungen oder nachteilige Anteilspreisänderungen nach Auftragserteilung nicht vollständig ausschließen.

 

Risiko Kursaussetzung: In besonderen Situationen kann die Börse oder die Kapitalanlagegesellschaft die Preisfeststellung zeitweilig aussetzen, etwa um starke Kursausschläge zu verhindern oder weil bezüglich einzelner Vemögenswerte innerhalb des Invesmentfondsvermögens selbst keine Preise festgestellt werden können.

An einer inländischen Börse wird in diesem Fall ein Kauf- oder Verkaufsauftrag nicht ausgeführt und erlischt. An einer ausländischen Börse gelten die jeweiligen Usancen. Bei Transaktionsauftrag gegenüber der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft kann diese die Ausführung zurückstellen oder ganz verweigern.

Totalverlustrisiko

 

Die zuvor beschriebenen Eigenschaften und Aspekte von Kapitalanlagen zeigen, dass bei jeder Vermögensanlage und jedem Investmentfonds sowohl Chancen als auch Risiken bestehen. Kein Investmentfonds ist demnach völlig sicher und kein Investmentfonds kann ein Totalverlustrisiko vollkommen ausschließen. Ein Totalverlustrisiko besteht folglich im Extremfall auch bei Investmentfonds, die in die Produktkategorie/Risikoklasse 1 - geringes Risiko - eingeordnet werden können. Unter dem Risiko des Totalverlustes versteht man den vollständigen Verlust des investierten Kapitals zuzüglich der ggf. gezahlten Kosten und Steuern.

 

Bei der Investition in sehr breit gestreute Investmentfonds, die in hunderte oder gar tausende verschiedene Wertpapiere/Vermögensanlagen, unterschiedlicher Art, Größe und Lokation investieren, ist ein Totalverlustrisiko zwar nicht auszuschließen aber eher sehr unwahrscheinlich.